Die Vorteile der Public Cloud in drei Minuten

Donnerstag, 18. Januar 2018 |

Mit der Einführung der Amazon Web Services (AWS) im Jahr 2006 und dem Markteintritt weiterer Anbieter von umfangreichen IaaS-Diensten hat sich der Cloud-Computing-Markt erheblich verändert. Entstanden sind Plattformen mit einer bislang nicht gekannten Skalierbarkeit, Verfügbarkeit und geografischen Reichweite. Neben AWS zählen dazu die Google Cloud Platform (GCP) und Microsoft Azure. Diese Plattformen sind jedoch nicht einfach nur in eine andere Dimension vorgestoßen. Vielmehr hat sich durch die Besonderheiten dieser Rechnerwolken eine völlig neue IT-Kategorie herausgebildet, die man heute als Public Cloud kennt.

Mit dem neuen Paradigma hat sich auch die Art und Weise verändert, wie man Cloud-Lösungen konzipiert, implementiert und weiterentwickelt. Und so ist in der Technologiebranche eine neue Ära angebrochen, die durch Agilität, Effizienz und fortlaufende Innovation gekennzeichnet ist. Folgende Charakteristika fassen die Vorteile der Public Cloud gegenüber anderen Cloud-Formen zusammen:

  • Einfach: Mit der Zeit vergisst man beinahe die Komplexität der früheren Systeme und Prozesse. Eine einfache Lösung in der Public Cloud zu erstellen und zu implementieren ist beispielsweise ein intuitiver Prozess, der effizient und deutlich schneller umzusetzen ist als in der dedizierten Infrastruktur einer Private Cloud. Die Komplexität und der Wert von Cloud-Lösungen liegt heute weniger in der Bereitstellung physischer Ressourcen als vielmehr in der Konzeption und Entwicklung von Services, wobei die Anwendung den Schwerpunkt bildet.
  • Skalierbar: Allein die Kapazität der großen Clouds wird zu einem offenkundigen Vorteil bei Prozessen wie dem Autoscaling, bei dem die für eine Lösung verfügbare Infrastruktur automatisch und in Echtzeit erweitert werden kann. Das passiert je nachdem wie der Ressourcenbedarf, z. B. gemessen an der Anzahl der gleichzeitig aktiven Nutzer, zunimmt. Mit einer Cloud-Infrastruktur wie der von Amazon, Google oder Microsoft lässt sich dieser Prozess im Weltmaßstab darstellen, zumal dabei modernste Technik zu seiner Steuerung zur Verfügung steht.
  • Schnell: Die Verkürzung der Deploymentzyklen aktueller Applikationen wäre ohne die Public Clouds und die darüber entwickelte Technologie kaum möglich. Nicht zuletzt aufgrund der extremen Schnelligkeit, die bei der Implementierung und dem Rollout durch die großen Clouds möglich geworden ist, lassen sich ganze Mobilanwendungen aktualisieren oder Websites sogar mehrmals pro Tag auf den neuesten Stand bringen. Testen, implementieren und analysieren sind derzeit drei Elemente in einem Zyklus, dessen Geschwindigkeit in einer traditionellen IT-Umgebung schlicht undenkbar wäre.
  • Verfügbar: Einer der grundlegendsten Vorteile der Public Cloud ist die Verfügbarkeitsgarantie. Durch die Konzeption ihrer Infrastruktur bieten die großen Anbieter standardmäßig eine hohe Verfügbarkeit für zahlreiche Dienste, da die Plattformen in unabhängigen Rechenzentren repliziert werden. Darüber hinaus lassen sich Vorteile wie ein hohes Maß an Sicherheit, Servicekontinuität, Verschlüsselung und geografische Replikation anführen, mit denen das Funktionieren der Lösungen auch bei Eintreten negativer Szenarien sichergestellt wird. So werden durch die Gesamtheit der zusätzlichen Dienste und die Qualität der Lösungskonzeption in allen Fällen die Leistung und das Nutzererlebnis optimiert.
  • Kosteneffizient: Die neuen Akteure haben ein nutzungsbezogenes Abrechnungsmodell etabliert, mit dem umfangreiche vorab zu leistende Investitionen der Vergangenheit angehören und aus technischen Investitionsaufwendungen (Capex) betriebliche Aufwendungen werden (Opex). Sämtliche Ressourcen können bedarfsabhängig bereitgestellt oder deaktiviert werden, womit eine sehr genaue Kostenkontrolle möglich wird. Zudem lassen sich temporäre Lösungen in einer Weise testen und implementieren, wie es aus wirtschaftlicher Sicht in einer herkömmlichen Privat-Cloud-Umgebung kaum möglich wäre. Und schließlich gewähren die Mehrzahl der Public-Cloud-Anbieter standardmäßig volumen- oder verbrauchsabhängige Nachlässe, was einen zusätzlichen Vorteil im Preiswettbewerb im Vergleich zu sonstigen Alternativen am IT-Markt darstellt.
  • Innovativ: Eines der wichtigsten Merkmale der Cloud-Dienste der neuen Generation – und zweifelsohne ihr Schlüssel zum Erfolg – ist jedoch die Innovation. Zu nennen ist in diesem Zusammenhang nicht nur die hohe Geschwindigkeit, mit der die großen Akteure wie Amazon Web Services ihr Portfolio aktualisieren, sondern auch die ungeahnten Möglichkeiten, mit denen der Endkunde forschen, testen und seine technologische Basis verbessern kann.


Dank der gerade erläuterten Merkmale sind die Public Clouds zu einem Wegbereiter und Motor von neuen technologischen Trends geworden: Beispiele dafür sind Big Data und das Internet der Dinge, flexible Diskussions- und Entwicklungsumgebungen, Automatisierungs-Frameworks und -Prozesse sowie agile Ansätze wie DevOps.

Durch diese und andere Vorteile ist die Public Cloud heute die Cloud-Form, die am meisten Zulauf hat, bei Cloud-Migrationen das höchste Volumen zu verzeichnen hat und in hybriden Umgebungen erheblichen Mehrwert generieren kann. Mit geeigneten Konzepten und Managementansätzen können Unternehmen daher mithilfe der Public Cloud ihre technologische Effizienz erhöhen, ihr geschäftliches Potenzial ausbauen und die Markteinführungszeiten (time to market) erheblich reduzieren.

Geschrieben von André Köhler - Product Manager

André Köhler verantwortet als Produktmanager die Optimierung und Weiterentwicklung von Public Cloud Lösungen und Netzwerk-Produkten bei Claranet. André ist akkreditierter AWS Business Professional und steht bei der Entwicklung neuer Public Cloud Services im aktiven Austausch mit den anderen Cloud Experten in der Claranet Gruppe.

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